Flexible Hilfen für Mädchen und junge Frauen - stationär

Grundlagen

Die rechtliche Grundlage für die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISE) für Mädchen und junge Frauen ist im Rahmen von Hilfe zur Erziehung nach § 35, § 35a, § 27 Abs. 4 in Verbindung mit § 41 SGB VIII gegeben. Für die Mutter-Kind-Betreuungen im Einzelfall liegt § 19 SGB VIII zugrunde.  

 

Für beide Betreuungsangebote liegt eine aktuelle Betriebserlaubnis der Heimaufsicht von Oberbayern vor.

 

Der Zugang zu den stationären Hilfe zur Erziehungsangeboten erfolgt über die Sozialbürgerhäuser und das Hilfeerschließungsgremium Regionales Fachteam durch die Einladung der Bezirkssozialarbeit.

 

Die Leistungen des Trägers entsprechen hohen fachlichen Standards und werden im Rahmen von QM laufend überprüft und weiterentwickelt.  

Seit Juli 2008 bis Dezember 2010 nehmen die Flexiblen Hilfen der IMMA am Projekt „Interkulturelle Qualitätsentwicklung in Münchner Sozialregionen“ (IQE) teil. Der Projektvertrag wurde zwischen der Landeshauptstadt München und dem Träger geschlossen und wird nach Erreichung der Ziele zertifiziert.

 

Die Betreuung der Mädchen und jungen Frauen ist in erster Linie geprägt durch die Verbindung von Parteilichkeit und systemischer Sichtweise, Akzeptanz der Lebensentwürfe, intensiver traumasensible Beziehungsarbeit, Schutz vor Gewalt und flexibles Reagieren auf die Bedarfe der Betreuten. Wir arbeiten an den Zielen und Bedürfnissen der Mädchen und jungen Frauen unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugssysteme. Die Betreuungsarbeit basiert auf der langjährigen fachlichen und fachpolitischen Arbeit der IMMA. Dabei verstehen wir die individuellen Problemlagen der Mädchen und jungen Frauen auf dem geschlechtsspezifischen Hintergrund ihrer Erziehung und ihres Lebens in dieser Gesellschaft.

 

IMMA hat interne Leitsätze und Standards entwickelt. Sie beziehen sich auf die Bereiche:

  • feministisch-parteiliche und systemische Arbeit
  • sexuelle Gewalt und Gewaltprävention und
  • interkulturelle Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen

 

Wir arbeiten mitgehend, nachgehend und aufsuchend im Sozial- und Lebensraum der Mädchen. Wir arbeiten ressourcenorientiert, d.h. unser mädchenspezifisches empowerment geht davon aus, dass jedes betreute Mädchen oder jede junge Frau ein Potential an Selbstheilungskräften besitzt, das wir mobilisieren und stärken.