Lesbische und bisexuelle Mädchen und junge Frauen

Informationen für Eltern und MultiplikatorInnen

Coming Out

 

Coming-out bezeichnet den gesamten Prozess der Selbstwahrnehmung der sexuellen Orientierung und das „Herauskommen“ oder „Heraustreten“ aus dem (unfreiwilligen) Schweigen, der Isolation und dem nur „inneren Geschehen“.
Als „inneres“ Coming-out wird oft die erste Phase bezeichnet, in der jemand die eigenen Gefühle und Wünsche realistisch wahrnimmt und vor sich selbst anerkennt.
Das „äußere“ Coming-out ist die folgende Phase, in der das Schwul- oder Lesbischsein zunächst vertrauten Personen und später vielleicht auch einem weiteren Kreis von Menschen bekannt wird. Der Coming-out-Prozess beginnt häufig in der Pubertät und kann viele Jahre dauern, bei manchen auch ein ganzes Leben lang. Manche Jugendliche, sogar Erwachsenen, erleben nie ein Coming-out in diesem Sinne; in jedem Fall sind der Prozess der Selbstannahme und der mutige Schritt nach außen stark von den erschwerenden oder unterstützenden Reaktionen der Umgebung abhängig. Coming-out ist etwas ganz anderes als der neuerdings oft gehörte Begriff des „Outing“. Damit ist gemeint, dass jemand die sexuelle Orientierung eines anderen Menschen „veröffentlicht“. Besonders Prominente sollen dadurch genötigt werden, öffentlich zu ihrer Homosexualität zu stehen, damit es auch anderen Menschen leichter fällt, zu ihrer sexuellen Orientierung zu stehen. Dies ist aber ein schwer wiegender Eingriff in die Privatsphäre anderer Menschen und wird fast immer als Diffamierung erlebt.

 


Diese Informationen wurden entnommen aus der Broschüre:

 „Homosexuell – Heterosexuell“ von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Ein Angebot für:

Interessierte Eltern - MultiplikatorInnen