IMMA Zufluchtstelle für Mädchen und junge Frauen

Grundlagen

Rechtsgrundlagen:

  • bei Minderjährigen: Inobhutnahmen nach §42 SGB VIII 
  • Hilfe für junge Volljährige in Form von vollstationärer Heimunterbringung §41/§34 SGB VIII 
  • §8a SGB VIII Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
  • Zusammenarbeit mit den öffentlichen Jugendhilfeträgern im Rahmen des Hilfeplanverfahrens nach § 36 SGB VIII
  • Vorschrift zur Betriebserlaubnis nach §§ 45-48 SGB VIII

 

Die Mitarbeiterinnen der Zufluchtstelle unterliegen der Schweigepflicht und den rechtlichen Bestimmungen des Datenschutzes. 

 

Haltung:

Die Grundhaltung unserer Mitarbeiterinnen ist von Akzeptanz und Wertschätzung geprägt. Das pädagogische Handeln basiert auf Transparenz und einer am Prozess orientierten Arbeitsweise. Wir begleiten alle Mädchen in ihrer Entwicklung, indem wir sie unterstützen, konfrontieren und fördern. 

 

Feministisch-parteiliche und systemische Mädchenarbeit:
Unsere Arbeit basiert auf der Grundlage parteilicher feministischer Mädchenarbeit, welche die genderspezifischen Sozialisationsbedingungen von Mädchen und jungen Frauen mitdenkt. 
Diesen verknüpfen wir mit dem systemischen Arbeitsansatz, der die Bezugssysteme des Mädchens/der jungen Frau einbezieht.
Die Erfahrung von Gewalt aufgrund ihres Geschlechtes und ihrer sexuellen Identität, ihrer Herkunft oder Hautfarbe sind Orientierungspunkte für unser pädagogisches Handeln. 
Die Entwicklung einer positiven Identität als Frau soll ermöglicht und die Selbstbestimmungsfähigkeit gefördert werden. 

 

Interkulturelle Mädchenarbeit:
Das Aufwachsen im Spannungsfeld mehrerer Kulturen führt auf der individuellen Ebene häufig zu Konflikten, die wir – auch vor dem Hintergrund gesellschaftspolitischer Prozesse – reflektieren und thematisieren. Dazu gehören auch die Beratung und der Schutz von Mädchen und jungen Frauen, die von Zwangsheirat/ Gewalt im Namen der Ehre bedroht oder betroffen sind. Für unsere pädagogische Arbeit ist es wichtig, dass alle Mitarbeiterinnen die Bereitschaft mitbringen, eigene Vorbehalte, Ängste und Unsicherheiten gegenüber Fremdem zu hinterfragen und rassistisches Verhalten abzubauen. Damit fördern wir, auch in Vorbildfunktion für die Mädchen und jungen Frauen, einen konstruktiven Umgang zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft.