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Fachberatung KIM für Mädchen und Jungen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck

Die Fachberatung KIM für Kinder und Jugendliche aus dem Raum Fürstenfeldbruck ist weiterhin gesichert: Der Kooperationsvertrag zwischen dem Landratsamt Fürstenfeldbruck und den beiden Trägern Kinderschutz e.V. und IMMA e.V. wurde am 30. Mai 2012 unterzeichnet.

Bei sexueller Gewalt und anderen Formen von Gewalterfahrungen können sich Betroffene, Bezugspersonen und Fachkräfte auch in Zukunft an KIM wenden.

Betroffene und deren Bezugspersonen werden seit Sommer 2011 durch kibs und IMMA in München beraten, die zuvor eigene Räume in Fürstenfeldbruck unterhielten. Der Umzug nach München hat sich in der Praxis bewährt und wurde durch die Vertragsunterzeichnung formal bestätigt. IMMA-Geschäftsführerin Gudrun Keller und der Vorstand des Kinderschutz e.V. Norbert Blesch sind von der Kooperation überzeugt und begrüßen es, dass die Mädchen und Jungen aus dem Landkreis, die Gewalt erleben mussten, weiterhin eine Anlaufstelle haben.

Die wichtigsten Fakten:

  • Beratung geht weiter
  • Vorhandene Infrastruktur in München wird genutzt
  • Angebot für Betroffene umfangreicher: 
  • Mehr Flexibilität und breiteres Angebotsspektrum
  • Verbesserte Anonymität und Erreichbarkeit
  • Weiterhin Präsenz im Landkreis


Mädchen und Jungen mit Gewalterfahrungen oder Verdacht auf solche sowie Angehörigen, Bezugspersonen und Fachkräften aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck stehen die Angebote folgender Beratungsstellen in vollem Umfang offen:

Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen, IMMA e.V. 
An der Hauptfeuerwache 4
80331 München 
Tel. 089 / 260 75 31
beratungsstelle@imma.da
www.onlineberatung.imma.de

 

kibs – Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt 
Kinderschutz e.V.
Kathi-Kobus-Str. 9
80797 München
Tel. 089 / 23 17 16 -9120 mail@kibs.de
www.kibs.de


Die örtliche Verlagerung der Beratung von Fürstenfeldbruck in die Münchner Beratungsstellen eröffnet sowohl in Bezug auf Umfang als auch Qualität der Beratung Chancen und kommt somit einer Erweiterung des Angebots gleich:


•    Mehr Flexibilität und breiteres Angebotsspektrum


Statt wie bisher montags und donnerstags steht Betroffenen und Ratsuchenden das Beratungsangebot in München von Montag bis Freitag offen. Diese Erreichbarkeit von kibs als auch IMMA an fünf Tagen pro Woche ebnet nicht nur die Wege zur ersten Kontaktaufnahme. Sie fördert auch die Kontinuität und Vertiefung bereits begonnener Beratungsprozesse. Mit den so erweiterten Beratungszeiten passt sich die Beratung den Bedürfnissen der Betroffenen an. Oder ganz konkret: Während ein Mädchen, das Montag Nachmittag Schule und donnerstags Reitunterricht hat, bisher auf persönliche Beratung verzichten oder sich Entschuldigungen ausdenken musste, ist nun eine individuellere Terminvereinbarung möglich. 

Die Münchner Beratungsstellen bieten künftig nicht nur mehr Öffnungs- und Beratungszeit, sondern auch umfangreichere Personalressourcen für die Beratung der Fürstenfeldbrucker Bürgerinnen und Bürger. So steht den von Gewalt betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie den Bezugspersonen und Fachkräften nun sowohl bei IMMA als auch bei kibs ein Team aus mehreren Beratungsfachkräften zur Verfügung. 

•    Anonymität und Erreichbarkeit 


Besonders für betroffene Mädchen und Jungen ist es wichtig, bei der Beratung zu einem so hochsensiblen Thema anonym zu bleiben. Während dies bei telefonischer Beratung leicht zu gewährleisten ist, fürchten einige beim Gang zur Beratungsstelle aus ihrer schützenden Anonymität herauszutreten und „auf der Straße“ erkannt zu werden. Eine gewisse Distanz der Beratungsstelle zum Wohnort und damit zum sozialen Umfeld der Betroffenen kann die Bereitschaft erhöhen, persönliche Beratung vor Ort und regelmäßig wahrzunehmen. Durch die zentrale Innenstadtlage der beiden Beratungsstellen und die S-Bahnanbindung von Fürstenfeldbruck ist gewährleistet, dass Jugendliche die Beratungsangebote selbständig aufsuchen können. Unabhängig davon bleibt die Möglichkeit der Beratung vor Ort im Landkreis bestehen, wenn dies von Ratsuchenden sowie Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Horten gewünscht wird.

•    Präsenz im Landkreis


IMMA und kibs werden weiterhin vor Ort im Landkreis tätig sein, wie etwa an Helferkonferenzen teilnehmen, Fachkräfte in Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten beraten, Informationsveranstaltungen durchführen und den neu gegründeten Arbeitskreis „Sexualisierte Gewalt an Jungen und Mädchen“ im Landkreis FFB leiten.



AnsprechpartnerInnen für die Presse:



IMMA e.V.
Gudrun Keller
Geschäftsführerin
Tel. 089 / 23 88 91 - 11
gudrun.keller(at)imma.de

kibs/Kinderschutz e.V.
Norbert Blesch
Vorstand
Tel. 089 / 23 17 16 -0
Mobil: 0175 / 577 48 98
n.blesch(at)kinderschutz.de

 

PM als dpf