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04.10.16 -

IMMA-Kampagne gegen Belästigung

Nein zu Anmache und Belästigung

 

In diesem Jahr machen wir durch unsere Informationskampagne auf Anmache und sexuelle Belästigung aufmerksam - durchaus in etwas provokativer Form! 

 

Wir wollen direkt ansprechen und deutlich machen, dass es nicht in Ordnung ist, diese Übergriffe mit fadenscheinigen "Ausreden" und Pseudobegründungen zu legitimieren. Mädchen und Frauen fühlen sich häufig selbst beschämt und schuldig. Dies wird noch verstärkt durch ein Umfeld, das den Opfern nicht glaubt und ihnen die Schuld zuschiebt - dieser Mechanismus wird "blame the victim" genannt. Verantwortung tragen immer diejenigen, die die Anmache und Belästigung ausüben. Auch die potenziellen Opfer wollen wir stärken, sie sollen ermutigt werden, sich Hilfe zu holen. 

 

Nach den Ereignissen in der letzten Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten kamen viele Mädchen mit ihren Ängsten und Unsicherheiten zu uns. Manche berichteten auch von selbst "erlebten" Situationen, in denen sie angemacht oder sogar angegriffen wurden. Auch in unseren Schulprojekten zur Gewaltprävention war "Köln" Anlass für spontane Gespräche, Fragen und Diskussionen in den Klassen. Dabei war uns wichtig, auf die Ängste der Mädchen einzugehen, zu beruhigen, darüber zu informieren was man tun kann aber gleichzeitig nicht die Vorurteile und ausländerfeindlichen Zuschreibungen zu stützen. Wir bieten mittlerweile auch geschlechtersensible Arbeit mit Jungen durch männlichen Fachkräfte an, um sie darin zu unterstützen, Rollenbilder von "Jungesein- Mannsein" zu entwickeln, die nicht auf traditionelle Vorbilder festgelegt sind. 

 

Ab Anfang Oktober werden die Plakate und Postkarten an Münchner Schulen erscheinen. Dank der Unterstützung von Ströer werden die Plakate ebenfalls in den verschiedenen U-Bahnlinien aufgehängt. Zudem werden durch die Unterstützung von Edgar-Cards die Postkarten in verschiedenen Gastronomiebetrieben ausgelegt.

 

Postkarte (PDF)

Plakat (PDF)