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IMMA startet Kampagne für gewaltbereite Mädchen

An Münchner Schulen, in U-Bahnen und an U-Bahn-Rolltreppen machen ab dem 25. Oktober Plakate, Banner und Postkarten auf das Angebot von IMMA für gewaltbereite Mädchen aufmerksam. Mit dem Slogan „Manchmal tick ich aus und schlag zu. Ich will das nicht mehr. IMMA-Trainings für gewaltbereite Mädchen können mir helfen.“ sollen betroffene Mädchen, aber auch Lehrerinnen und Lehrer und Bezugspersonen angesprochen werden.


Fähigkeiten entdecken
„Die Mädchen sollen erkennen, dass sie die Wahl haben - dass sie es sind, die bestimmen, was passiert,“ erläutert Stephanie Sfeir, eine der IMMA-Trainerinnen. Die Trainings richten sich an Mädchen und junge Frauen zwischen zwölf und 21 Jahren, die durch physisches und/oder verbal aggressives Verhalten z.B. durch Beleidigungen, Drohungen, Schikanieren, Schlägern oder Erpressen auffallen. Sie sollen prosoziales und gewaltfreies Verhalten erlernen und in die Praxis umsetzen können. Zwei Angebote bietet die IMMA-Einrichtung Zora an: Cool for Life, einen Workshop mit sechs wöchentlichen Terminen, und das Training Mut zur Veränderung, das über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten einmal wöchentlich und in Blöcken stattfindet. Ziel ist es, ein anderes Verhalten der Mädchen herbei zu führen: Durch verschiedene Methoden wie Theater- und Rollenspiele können sie entdecken, welche Fähigkeiten in ihnen stecken und neue Verhaltensstrategien entwickeln. 


Muster durchbrechen
Die Mädchen sind meistens Täterinnen und Opfer gleichzeitig. Stephanie Sfeir erklärt: „Oft sind es Mädchen, die unglaublich viel Power haben und selbst Gewalterfahrungen gemacht haben. Sie reagieren mit Aggression – aus Mangel an anderen Strategien. Wir versuchen, ihnen in unserer Arbeit zu zeigen, dass sie selbstverantwortliche Persönlichkeiten sind und wollen sie neugierig darauf machen, was alles in ihnen steckt. Wenn es Einer dann gelingt, etwas anders zu machen, das Muster zu durchbrechen, dann ist das ein großer Erfolg.“

Wie schon in den vergangenen Jahren unterstützt die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH diese Aktion: Sie stellt zehn Bannerflächen in den U-Bahnen zur Verfügung. 

Informationen zu den Trainings: Hier