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10.05.19 -

Herzogin Camilla zu Gast bei IMMA e.V.

Schutz und Stärkung von Mädchen und jungen Frauen im Fokus des Interesses

 

Royaler Besuch bei der Initiative für Münchner Mädchen: Camilla, Herzogin von Cornwall, hat heute Vormittag im Rahmen ihres zweitägigen Besuchs in München IMMA e. V. besucht. Die Frau des britischen Thronfolgers engagiert sich für Opfer von häuslicher Gewalt und wollte mit Betroffenen sprechen. Die Herzogin nahm sich für den Verein Zeit, da er sich besonders für den Schutz von Mädchen und jungen Frauen einsetzt. Im Anschluss an die Gespräche gab es mit allen anwesenden Mädchen einen kleinen Imbiss. Der stellvertretende Botschafter Großbritanniens Robbie Bulloch, die Sozialreferentin der Stadt München, Dorothee Schiwy, und wichtigen Unterstützer*innen aus Politik, Verwaltung sowie Förderer von IMMA waren ebenfalls Teil der lockeren Runde. 

 

IMMA e.V. gibt es bereits seit über 33 Jahre und hat als anerkannte Trägerin einen festen Platz in der sozialen Landschaft Münchens. Dorothee Schiwy betont: „In München ist IMMA e. V. eine sehr wichtige Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen, insbesondere bei Gewalterfahrung. IMMA ist da, wenn Hilfe gebraucht wird – professionell und mit viel Engagement. Mit ihrer wertvollen Arbeit tragen die IMMA-Einrichtungen dazu bei, dass Mädchen auch in akuten Krisen Schutz erfahren.“

 

Generalkonsul Simon Kendall konnte leider nicht persönlich anwesend sein. Er ließ aber ausrichten, warum IMMA e. V. für den Besuch ausgewählt wurde: „Die Unterstützung von Opfern von Gewalt und Missbrauch sowie die Stärkung von Frauen und Mädchen ist etwas, das der Herzogin von Cornwall besonders am Herzen liegt. Es war ein besonderer Wunsch Ihrer königlichen Hoheit eine Einrichtung zu besuchen, die sich auch diesem Thema verschrieben hat. IMMA leistet wichtige Arbeit zum Schutz und der Stärkung von Mädchen und jungen Frauen in München. Wir hoffen, dass wir mit diesem Besuch diese Arbeit ein wenig würdigen können.“

 

Zu Beginn des Besuchs sprach die Herzogin mit den 15 Mädchen persönlich über deren Situation. Neben den Einzelschicksalen interessierte sie sich vor allem, wie die Betroffenen geschützt und gestärkt werden können. „Jede Klientin wird in ihrer individuellen Problemlage unterstützt mit dem Ziel, ihr eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, erklären Gundula Brunner und Sabine Wieninger, die gemeinsam den geschäftsführenden Vorstand bilden. Dabei stünden Stärkung, Begleitung, und das Empowerment der Mädchen und jungen Frauen im Fokus. Dilara*, 19 Jahre, Bewohnerin der IMMA Zufluchtstelle, nach dem Gespräch: „ Es war sehr aufregend mit der Herzogin zu sprechen und es ist schade, dass wir nicht noch mehr Zeit hatten. Sie war sehr interessiert und wollte wissen, wie es uns geht. Ich bewundere, dass sie sich in ihrer Heimat so für Mädchen und Frauen einsetzt.“ Die 14-jährige Anna*, Klientin bei den Ambulanten Erziehungshilfen der IMMA berichtet: „Ich habe Herzogin Camilla erzählt, wie nett und geduldig die Betreuerinnen bei IMMA sind und wie sie immer wieder versuchen uns Struktur zu geben. Sie nehmen uns wie wir sind und helfen uns, auch wenn wir mal Dummheiten machen.“ 

 

Der Verein hat insgesamt 10 Einrichtungen in München und setzt sich mit seiner klaren frauen- und mädchenpolitischen Haltung umfassend für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Mädchen und jungen Frauen ein. Sexuelle, häusliche und psychische Gewalt sind die Schwerpunktthemen des Vereins, wobei die Klientinnen auch mit vielen anderen Thematiken in die Einrichtungen kommen: Streit in der Familie, Vernachlässigung, Selbstwertproblematik, Probleme in der Schule oder Ausbildung, Beziehungsprobleme, Suizidalität, Essstörungen, Depression, Ängste, aber auch psychischen Erkrankungen, Traumatisierung beispielsweise durch Flucht, Zwangsverheiratung oder gar drohender Ehrenmord. „Die Liste der Problemlagen ist lang und es sind viele individuelle Lösungsansätze gefragt“, so der geschäftsführende Vorstand. „Wir können jedoch auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen und hoffen, dass wir der Herzogin einen guten Eindruck unserer Arbeit vermitteln konnten.“  

 

Zum Ende des Besuchs wurde es gemütlich:  Camilla leistete den Mädchen beim Zubereiten von Gemüsesticks und Dips in der Küche Gesellschaft. Beim Schnippeln und den informellen Gesprächen bewies die Herzogin Einfühlungsvermögen und Humor. Schließlich gab es für alle Anwesenden ein kleines Stehbuffet. Zum Abschied überreichten die Mädchen der Herzogin ein Glas mit selbergemachten Badeherzen und eine Dankeskarte mit einem Gruppenfoto. Dieser besondere Tag wird ihnen noch lange in Erinnerung bleiben. Die 17-jährige Elani* aus der Wohngruppe Imara fasst die Eindrücke der Mädchen zusammen: „Wir sind sehr gerührt, dass die Herzogin bei IMMA war und sich Zeit für uns genommen hat. Als wir das erste Mal vom Besuch erfahren haben, konnten wir es kaum glauben und waren auch ein bisschen ängstlich. Jetzt sind wir einfach nur froh und dankbar. Camilla ist sehr nett und nimmt Mädchen mit Problemen ernst. Das war toll.“

 

* Namen der Mädchen in diesem Pressetext aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert.
 
 

Bilder und Bildunterschriften:
 Initiates file downloadBild 1: Herzogin Camilla bei der Ankunft vor der IMMA-Geschäftsstelle in der Jahnstraße (jpg, 2,66 MB)
 Initiates file downloadBild 2: Die Herzogin im Gespräch mit Mädchen und jungen Frauen aus der IMMA (jpg, 2,28 MB)
 Initiates file downloadBild 3: Herzogin Camilla mit dem geschäftsführenden Vorstand von IMMA: Sabine Wieninger (links) und Gundula Brunner (rechts), im Hintergrund Mädchen der IMMA-Einrichtungen (jpg, 2,89 MB)
 Initiates file downloadBild 4: Herzogin Camilla mit den Mädchen in der Küche (jpg, 2,87 MB)
 Initiates file downloadBild 5: Herzogin Camilla im Gespräch mit einem Mädchen aus einer IMMA-Einrichtung (jpg, 3,08 MB)
 


IMMA e.V.- Initiative für Münchner Mädchen
Zweck des Vereins ist die Verbesserung der Situation von Mädchen und jungen Frauen und die Förderung der Mädchenarbeit. Übergeordnetes Ziel ist es, Mädchen und junge Frauen in verschiedenen Problemlagen so zu unterstützen, dass sie selbstbestimmt und gleichberechtigt ihren Platz in allen öffentlichen und privaten Lebensbereichen einnehmen können. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch das Bereitstellen von Angeboten für ambulante und stationäre Kinder- und Jugendhilfe, durch Einzel- und Gruppenarbeit, spezifische Angebote für Frauen und ggf. deren Kinder sowie Qualifikation und Information von Fachkräften. Weitere Infos unter https://www.imma.de
 

 

 

Pressekontakt:

Sabine Wieninger, Geschäftsführende Vorständin, 

Tel.: 089-23 88 91-41 oder sabine.wieninger(at)imma.de

 

 

Initiates file downloadPressemitteilung (PDF, 516 KB)