Flexible Hilfen für Mädchen und junge Frauen - ambulant

Grundlagen

Das Angebot der überregionalen AEH steht allen Sozialregionen Münchens zur Verfügung und ist pauschal von der Landeshauptstadt München finanziert. Die rechtliche Grundlage für das ambulante Erziehungshilfeangebot ist die Leistung nach §§ 27 ff in Verbindung mit § 36 SGB VIII.

 

Der Zugang zu den überregionalen Angeboten erfolgt über die Sozialbürgerhäuser und das Hilfeerschließungsgremium Regionales Fachteam durch die Einladung der Bezirkssozialarbeit.

 

Die Leistungen des Trägers entsprechen hohen fachlichen Standards und werden im Rahmen von QM laufend überprüft und weiterentwickelt.
Im Zeitraum von Juli 2008 bis Dezember 2010 nehmen die Flexiblen Hilfen der IMMA am Projekt „Interkulturelle Qualitätsentwicklung in Münchner Sozialregionen“ (IQE) teil. Der Projektvertrag wurde zwischen der Landeshauptstadt München und dem Träger geschlossen und wird nach Erreichung der Ziele zertifiziert.

 

Die Betreuung der Mädchen und jungen Frauen ist in erster Linie geprägt durch die Verbindung von Parteilichkeit und systemischer Sichtweise. Akzeptanz der Lebensentwürfe, intensive traumasensible Beziehungsarbeit, Schutz vor Gewalt und flexibles Reagieren auf die Bedarfe der Betreuten kennzeichnen die Arbeit der ambulanten Erziehungshilfen. Die Mitarbeiterinnen von IMMA e.V. arbeiten an den Zielen und Bedürfnissen der Mädchen und jungen Frauen unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugssysteme. Die Betreuungsarbeit basiert auf der langjährigen fachlichen und fachpolitischen Arbeit von IMMA. Dabei werden individuelle Problemlagen der Mädchen und jungen Frauen vor dem geschlechtsspezifischen Hintergrund ihrer Erziehung und ihres Lebens in dieser Gesellschaft gesehen.

 

IMMA hat interne Leitsätze und Standards entwickelt. Sie beziehen sich auf die Bereiche:

  • feministisch-parteiliche und systemische Arbeit
  • sexuelle Gewalt und Gewaltprävention und
  • interkulturelle Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen.

 

Die ambulanten Erziehungshilfen von IMMA arbeiten mitgehend, nachgehend und aufsuchend im Sozial- und Lebensraum der Mädchen. Die IMMA-Fachfrauen arbeiten ressourcenorientiert, d.h. die Arbeit basiert auf der Grundannahme, dass jedes betreute Mädchen oder jede junge Frau ein Potential an Selbstheilungskräften besitzt, das durch die Maßnahmen der AEH mobilisiert und gestärkt wird.